Weisshorn 4506m

2nd August 2010

30.-31.7.2010

 

Nach ein paar garstigen Tagen mit viel Niederschlägen und einer tiefen Schneefallgrenze, hat sich das Wetter beruhigt und sich ein schön Wetterfenster gebildet.

Daher konnte ich am Freitag bei trockenem Wetter den Hüttenaufstieg in Angriff nehmen.

 

Am Bahnhof von Randa traf ich meinen Gast und wir besprachen die ganze Tour bei einem Café

und lernten uns auch ein wenig kennen.

In einem flotten Tempo stiegen wir Richtung Weisshornhütte auf und Jakob folgt mir ohne gross ins schnaufen zu kommen. Gutes Zeichen, den so können wir auch den Gipfel in einer guten Zeit meistern.

 

Beim Aufstieg trafen wir noch zwei Bergsteiger, die versucht haben auf den Gipfel zu steigen, mussten aber umkehren wegen zu viel Schnee.....

Kurz vor der Hütte nebelte es uns ein und wir konnten das Weisshorn leider noch nicht sehen und so abschätzen zu können, ob der Schnee morgen für uns ein Problem sein wird.


Bei der Hütte angekommen machten wir einmal eine grössere Pause mit Café und Kuchen und warteten ein wenig bis sich das Wetter wieder Öffnete.

 

Dies geschah auch gleich nach unserer Stärkung und so gingen wir den morgigen ersten Teil der Tour anschauen und konnten so schon ein wenig abschätzen ob es überhaupt geht mit dem Neuschnee. Das ganze schien aber machbar und die erste Seilschaft muss aber sicher ein wenig Spuren, bin ich das wohl?

 

Nach einem feinen Nachtessen ging es schön früh in Bett, den geweckt wurde schon um 0200 Uhr durch den Hüttenwart. Früher Arbeitsbeginn aber normal für einen Bergführer im Sommer;-)

Da Jakob sehr schnell war am Morgen mit essen und bereit machen, konnten wir schon nach einer halben Stunde nach Tagwache starten und waren auch gleich an der Spitze. Dies hiess für mich schon bald Spuren und im dunkeln den Richtigen Weg finden im Fels und Schnee.

 

Am beginn der Rippe, die hinauf auf den Ostgrat führt, begann dann für mich der Strenge Teil der Tour. Denn auf der Rippe hatte es z.t. mehr Schnee, als es gestern von der Hütte erschien.

Manchmal musste ich Knietief spuren, was sehr mühsam war und doch einiges an kraft Kostete. Und doch kamen wir flott voran und erreichten den Frühstücksplatz bei den ersten Sonnenstahlen. Bei dieser Aussicht muss man ja fast eine kleine Pause machen bevor es mit der eigentlichen Kletterei weiterging.

 

Auch der felsige Teil des Ostgrates war ein wenig eingezuckert, doch dieser Teil ging schon viel einfacher als vorher.

 

Nach einer Stunde klettern erreichten wir den Schlussaufstieg zum Gipfel. Dieser sah sehr gut aus und hatte auch nicht so viel Schnee abbekommen wie die Flanken. Besser gesagt genau richtig, denn so wurden die Blanken stellen wieder viel griffiger und auch zum gehen viel einfacher als wenn es Eisig ist und man plötzlich noch "Schrauben" muss.

 

Diesen Teil der Tour übernahm zu grossen Teil Käthi das Spuren uns so standen wir beiden Seilschaften zusammen auf dem Gipfel. Jakob hat die ganze Tour bis hierhin super gemeistert und keinerlei Problem gezeigt. SUPER gemacht!

Da wir für den Rückweg in etwa gleich viel Zeit rechneten, ging es schon bald auf den Abstieg. Von den ca. 15 gestarteten Seilschaften standen an diesem Tag nur gerade vier auf dem Gipfel.

 

Was am Morgen z.t Mühsam war half uns bei Abstieg viel Zeit zu sparren und konnten auf den Schneefeldern ziemlich einfach runter Marschieren.

Doch ein wenig Müde kamen wir in die Hütte zurück und genehmigten uns vor dem Abstieg ins Tal noch was kühles zum Trinken und assen auch noch was.

Nach einem flotten und raschen Abstieg ging dieser genialer Gipfeltag zu Ende und wir beide waren glücklich und zufrieden nach diesem "peakfeinen" Tag.

 

Danke Jakob für das Vertrauen und hoffe dich bald wieder als Gast begrüssen zu dürfen.

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Unser Ziel für Morgen, von der letzten Kaltfront wieder fast ganz in Weiss(horn)

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Beim Sonnenaufgang am Frühstücksplatz am Ostgrat

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Die letzten Schritte auf dem Felsgrat, ab hier beginnt der Firn-Teil des Ostgrates

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Bergführerin Käthi folgte mir, danke fürs helfen Spuren;-)

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Auf dem Gipfel des Weisshorn, super gemacht Jakob

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Auf dem Rückweg

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Jakob hat schon die nächsten Ziele im Aug;-)

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