Monte Vélan 3727m

21st March 2010

Skihochtouren mit dem SAC Bern vom 18.-20.3.210

 

Der Tourenleiter Christan Lauterburg organisierte eine peakfeine Skidurchquerung des Unterwallis mit den Skis. Geplant waren 4 Tage unterwegs zu sein und vom Grossen St- Bernard nach Arolla zu gelangen. 

 

Ein erstes Hauptziel war die Besteigung des Mt Vélan und die lange Abfahrt über die Südseite nach Italien. 

 

Da dieser Gipfel schon lange ein Traum war einiger Teilnehmer, entschieden wir uns, trotz schlechterer Wettervoraussage für Sa+So doch in dieses Gebiet zu reisen. Den Do+Fr wollte uns das Wetter noch keine Strich durch unsere Tourenprogramm machen. Man sollte auf solchen Touren immer flexibel sein und nach der Wettersituation entscheiden, weiterschauen und alternativen einplanen.

 

So starteten am Donnerstag 8 SAC'ler am Ende des kleinen Skiliftes von Bourg-St-Bernard Richtung Cab. du Vélan. Über steile Aufstiege über den Col de Proz und den Montorge gelangten wir mit mit z.t. schönen Abfahrten zum Schlussaufsieg zur Hütte.

 

In der futuristischer, anmuteten Hütte wurden wir herzlich Begrüsst und auch königlich Bewirtschaftet.

 

Am nächsten Tag starteten wir früh Richtung Mt Vélan. Trotz einigen Wolkenschleiern schien der Tag gut zu werden. Als erstes Hindernis stellte uns der Col de la Gouille in den Weg den es hiess zu überwinden.

Da die Sicherungsketten z.t. noch tief im Schnee vergraben waren, fixierte ich an diesen Stellen ein Sicherungsseil. So konnten alle Teilnehmer sicher auf den Col und auch wieder sicher auf der anderen Seite wieder hinunter klettern.

 

Angeseilt querten wir anschliessend den Glacier de Valsorey und über einige Steilstufen gelangten wir mit den Skis aufs Gipfelplateau. Ein herrliche Rundsicht durften wir geniessen mit den unzähligen Gipfel von Italien, Frankreich und den Walliser Bergen. 

 

Lange konnten wir nicht das Gipfelpanorama geniessen. Denn die Zeit, und wärme, drängte zur Abfahrt nach Etroubles.

 

Gesichert an unserem Fixseil gelangten wir in die Südflanke des Berges und konnte die lange Abfahrt von über 2000 hm unter die Skis nehmen.

Doch auch bei der Abfahrt dürften wir nicht zu viel Zeit Verlieren. Denn je tiefer wir kamen um so "fauler" wurde der Schnee.

 

Oberhalb von Etroubles wurden wir von einem Taxi abgeholt und zu unserer Unterkunft nach Ollomont gefahren.

In der wunderschönen Pension Taverne konnten wir es uns richtig gut gehen lassen und uns mit einer Douche erholen. Vor dem Nachtessen steckten wir die Köpfe zusammen und besprachen, was wir am nächsten Tag machen wollten. Den das Wetter bestätigte sich leider und es gab eine Wetterverschlechterung  aufs Wochenende.

 

MIt diesen Voraussetzungen entschieden wir uns, nicht über den Mt Gelé zur Chanrionhütte zu wechsel. Das Risiko plötzlich fest zu sitzen erschien und zu riskant.

 

So entschieden wir uns  ein Abschlusstour am Grossen St-Bernard zu unternehmen und anschliessen nach Hause zu fahren. Ich plante anschliessend, von Süden auf den Grand Golliat zu steigen und ins Schweizer Val Ferret abfahren. 

Nach diesem Entscheid genossen wir ein herrliches Abendessen und legten uns zufrieden, nach diesem tollen Tag, ins Bett.

 

Doch leider kam es am Morgen ganz anders. Es tropfte schon leicht und die Berge waren in den Wolken verhüllt. Der Schnee war so natürlich immer noch gleich feucht und weich wie gestern Nahmittag und die geplante Tour konnten wir so gleich vergessen. Wir entschieden uns, einmal auf die Nordseite des Passes zu fahren und einmal dort das Wetter anzuschauen.

 

Und sieh da, das Wetter war hier deutlich besser. So unternehmen wir noch eine kurze Skitour ab Bourg-San-Pierre. Aber auch hier war die Schneedecke tief durchfeute und wir mussten aufpassen vor Nasschneerutschen. In den nordexponierten Hängen fanden wir aber dann doch noch guten Schnee und konnten die letzten Schwünge dieser Tourentage noch so richtig Geniessen.

 

So waren wir statt vier nur drei Tage in den Bergen unterwegs, denke aber das wir das beste daraus gemacht haben.

 

Vielen danke an die Teilnehmern des SAC für das Vertrauen und an Christian für das perfekte Organisieren.

 

P.S. Fotos folgen ;-)

 

 

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